Universität Wien – Kunst | Kultur

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Universität Wien
Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Ausbildungen

Wiener Stadthalle

Schwerpunkte

  • Schwerpunkt BeSt Studium

Kunst und Kultur:

 

Study2Go: Alle Studienflyer der Universität Wien im Überblick

 

Chatberatung Orientalistik:

Freitag, 5.3.2021
Samstag, 6.3.2021

11:00 – 14:00
10:00 – 13:00

 

Chatberatung: Kunstgeschichte:

Freitag, 5.3.2021
Samstag, 6.3.2021
Sonntag, 7.3.2021

9:00 – 11:00
12:00 – 17:00
9:00 – 17:00

 

Chatberatung Musikwissenschaften:

Freitag, 5.3.2021

Samstag, 6.3.2021

10:00 – 12:00
& 15:00 – 16:00
10:00 – 12:00

 

Chatberatung Sprachwissenschaft:

Sonntag, 7.3.2021
Sonntag, 7.3.2021

14:00 – 17:00
9:00 – 12:00

 

Vortrag 1:

Woran erkenne ich Populisten? - Aktuelle Forschung in der Sprachwissenschaft

Datum:             Donnerstag, 4. März 2021
Uhrzeit:            9:30 – 10:30
Ort:                 Vortragsraum der Universität Wien

Dr. Verena Weiland, Institut für Romanistik, Universität Wien

Abstract:

Wenn wir im Fernsehen, in sozialen Netzwerken wie Twitter oder im persönlichen Gespräch politische Debatten führen - aktuell etwa über Strategien zur Bekämpfung der Covid19-Pandemie - benötigen wir dazu die Sprache. Nur über dieses Mittel können wir argumentieren, unseren Standpunkt verteidigen und Mitstreiter*innen gewinnen. Häufig wird Politiker*innen, Institutionen oder anderen Gruppen dann vorgeworfen, in der öffentlichen Diskussion „populistisch“ zu sein und Sprache aktiv zur Manipulation einzusetzen. Die Probevorlesung zeigt auf, woran wir "populistischen" Sprachgebrauch erkennen können und welchen Beitrag die Sprachwissenschaft leisten kann, um populistische Tendenzen aufzudecken.

Da der Fachbereich die romanistische Sprachwissenschaft ist, beschäftigen wir uns mit französischen, spanischen, katalanischen, italienischen und portugiesischen Beispielen.

 

Vortrag 2:

Heimat(losigkeit) in lateinischen Texten

Datum:             Donnerstag, 4. März 2021
Uhrzeit:            13:30 – 14:30
Ort:                 Vortragsraum der Universität Wien

Dr. Sonja Schreiner, Institut für Klassische Philologie, Mittel- und Neulatein, Universität Wien

Abstract:

Wie wurde Heimat(losigkeit) in antiken Texten unterschiedlichster Genres ausgedrückt? Wie schildern Exilierte wie Cicero, Ovid oder Seneca ihre Empfindungen? Wie äußern sich Catull und Plinius über ihr geliebtes Oberitalien, wo sie in belastenden Situationen Kraft tanken? Was berichten Livius und seine Nachfolger über Hannibals Heimatverlust, den er erlitt, als er in sein Geburtsland zurückbeordert wurde? Analysiert werden Tacitus‘ extrem kritische Bemerkungen über den römischen Imperialismus, eine für die neu eroberten Gebiete nachhaltig zerstörerische Kraft, und Martials und Juvenals harsche Kommentare über die Stadt Rom als „melting pot” und oft enttäuschende neue Heimat für eine Unzahl von Menschen, die dort vergeblich ihren Traum gesucht haben.

Die Beschreibung von Heimweh in mittelalterlichen und neuzeitlichen Texten wird zeigen, was Heimat und Heimatverlust für die Autoren bedeuteten – und dass sie alle eine grundlegende, zeitlose menschliche Erfahrung machten.

 

Vortrag 3:

Sprachen, Literaturen und Geschichte in Afrika

Datum:             Donnerstag, 4. März 2021
Uhrzeit:            15:30 – 16:30
Ort:                 Vortragsraum der Universität Wien

Mag. Dr. Birgit Englert, Institut für Afrikawissenschaften, Universität Wien

Abstract:

Der dynamische Kontinent: afrikanische Sprachen, Literaturen, Geschichte und Gesellschaften studieren

Möchtest du mehr über die 54 sehr unterschiedlichen Länder erfahren, die den afrikanischen Kontinent ausmachen – ihre gegenwärtigen Entwicklungen ebenso wie ihre vorkoloniale und koloniale Geschichte?

Interessierst du dich für Romane und Theaterstücke von afrikanischen Autor*innen? Oder dafür welche Themen afrikanische Filmschaffende aufgreifen?

Willst Du eine afrikanische Sprache wie Swahili, Hausa oder Zulu so gut lernen, dass du dich etwa in Tansania, Kenia, Nigeria oder Südafrika mit vielen Menschen in ihrer Sprache unterhalten kannst?

Oder bist du neugierig darauf, die Strukturen von möglichst vielen Sprachen kennenzulernen, etwa auch von Fulfulde, Dagaare, Somali oder Amharisch?

Willst du wissen wie mit Sprachen Politik gemacht wird? Wie sich Jugendsprachen in afrikanischen Großstädten entwickelt haben und welche Sprachen in der Schulbildung verwendet werden?

Möchtest du dich mit Rassismus auseinandersetzen, und beispielsweise Afrikabilder in deutschsprachigen Medien analysieren?

Dann bist du am Institut für Afrikawissenschaften genau richtig. Wir bieten einen BA (180 ECTS), MA (120 ECTS) und ein PhD in Afrikawissenschaften mit der Möglichkeit sich auf a) Afrikanische Geschichte und Gesellschaften, b) Afrikanische Literaturwissenschaften oder c) Afrikanische Sprachwissenschaften zu spezialisieren.

 

Im BA ist das Erlernen von einer oder wahlweise zwei afrikanischen Sprachen ein fester Bestandteil, beim MA sind auch Quereinsteiger*innen aus anderen Disziplinen willkommen.

Eine individuelle Betreuung ist bei uns in jedem Fall selbstverständlich – wir Lehrenden geben mit viel Engagement unsere Begeisterung über unsere Forschungsfelder weiter. Das können wir hoffentlich bald wieder in unserem wunderschönen Institut am UniCampus im Alten AKH tun zu dem auch eine tolle Fachbibliothek gehört. Bis auf weiteres geben wir jedoch unser Bestes über Zoom und Co. und bemühen uns auch in der digitalen Uniwelt um ein Maximum an Interaktion und Diskussion. Eine reflektierte, kritische Auseinandersetzung mit Afrika, vor allem aber auch mit Afrika in der Welt, ist unser gemeinsames Ziel.

 

Wir freuen uns auf Dich und erzählen Dir bei der BeST 2021 gerne mehr über uns und unser Studienangebot! Schau‘ doch auch auf unserer Website afrika.univie.ac.at vorbei oder mach‘ dir auf ufind.univie.ac.at ein Bild von unserem aktuellen Lehrangebot. Auch auf unserer Facebookseite berichten wir regelmäßig über aktuelle Forschungen und Veranstaltungen – auf Instagram und Tiktok sind wir derzeit noch nicht zu finden…

 

Vortrag 4:

Covid-19-Pandemie: Sprachwissenschaftliche Beobachtungen zur krisenbedingten Veränderung des Sprachgebrauchs

Datum:             Samstag, 6. März 2021
Uhrzeit:            11:30 – 12:30
Ort:                  Vortragsraum der Universität Wien

Martin Reisigl (Ass.-Prof. Mag. Dr.), Institut für Sprachwissenschaft, Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät, Universität Wien

Abstract:

Lockdown! Wie selbstverständlich das Wort doch binnen weniger Monate in die deutsche Sprache eingemeindet wurde, als wäre es längst Teil des medialen Interdiskurses gewesen. Es bezeichnet ein mobilitäts- und kontaktreduzierendes politisches Maßnahmenbündel im Gesundheit- und Sicherheitsdispositiv, mit dem auf den aktuellen pandemischen Notstand reagiert wird. Das Wort ist zur Chiffre für die weltweite Covid-19-Krise geworden. Vom britischen Wörterbuch Collins Dictionary wurde Lockdown daher 2020 zum Wort des Jahres erklärt. Der Ausdruck hat sich im Deutschen eingebürgert, um sowohl rigide Ausgangs-, Betretungs- und Kontaktsperren zu bezeichnen (harter Lockdown) als auch mildere Ausgangs- und Bewegungsbeschränkungen (weicher Lockdown)? Ein Grund für die sprachliche Übernahme besteht in der Sprachkontaktökonomie, die auf die Internationalität der Krise zurückgeht. Ein zweiter Faktor mag in der fachsprachlich anmutenden technokratischen Überzeugungskraft liegen. Der dritte Grund ist die euphemistische Wirkung des englischen Fremdwortes. Ein Ausdruck wie Ausgangssperre löst dagegen mulmige Begleitgefühle aus und teilweise Assoziationen mit Krieg oder militärisch und polizeilich kontrollierten Gebieten. Der Wortschatz rund um die Pandemie scheint regelrecht zu wuchern. Das Digitale Wörterbuch der Deutschen Sprache hat ein Themenglossar zur Covid-19-Pandemie erstellt, das bereits 240 Wörter umfasst. Etliche von ihnen sind Anglizismen, für die es deutsche Entsprechungen gäbe, darunter Homeschooling (,Hausunterricht‘, ,häuslicher Unterricht‘), Homeoffice (,Heimbüro‘, ,Heimarbeit‘) und Social Distancing (eine unglückliche Bezeichnung für physisches Abstandhalten, weil es ja nicht um soziale Distanz gehen sollte).

Das sprachwissenschaftliche Augenmerk, das sich auf die Pandemie richtet, gilt also diesem Wortschatz, der krisenbedingt erweitert und verändert wird. Auf derartige Veränderungen im Sprachgebrauch geht der Vortrag ein, um potenziellen Studierenden der Linguistik das analytische Vorgehen und die gesellschaftliche Relevanz der Sprachwissenschaft an einem aktuellen und nachgerade „virulenten“ Beispiel näher zu bringen. Zudem nimmt der Vortrag etliche weitere Forschungsinteressen der Angewandten Sprachwissenschaft in den Blick, die sich auf verschiedenste Aspekte der kommunikativen Dimension der Covid-19-Krise beziehen. Ausgangspunkt bildet dabei die Überzeugung, dass gelingende Kommunikation ein entscheidendes Moment für eine erfolgreiche Bewältigung der Krise darstellt, auch im Umgang mit einer etwaigen „Coronamüdigkeit“.

 

Vortrag 5:

Das Studium der Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde an der Universität Wien

Datum:             Samstag, 6. März 2021
Uhrzeit:            12:30 – 13:30
Ort:                 Vortragsraum der Universität Wien

Dr. Borayin Larios; Mag. Dr. Himal Trikha & Dipl.-Ing. Dr. Alexander Schiller, MA, Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde, Universität Wien

Abstract:

Das Studium der Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde an der Universität Wien dient dem Erwerb grundlegenden Fachwissens über die Sprachen und Kulturen Südasiens und Tibets und die Sprachen und religiösen Traditionen des Buddhismus unter maßgeblicher Verwendung originalsprachiger Quellen.

Das Ziel des Bachelorstudiums „Sprachen und Kulturen Südasiens und Tibets“ ist der Erwerb einer grundlegenden Kompetenz in zwei oder mehr ausgewählten Sprachen Südasiens und Tibets in Geschichte und Gegenwart (klassisches Sanskrit und Tibetisch, Altindisch, Mittelindisch, Hindi, Nepali, modernes Tibetisch), verbunden mit der Vertrautheit mit dem jeweiligen philologischen Instrumentarium. Weiteres und darauf aufbauendes Ziel ist der Erwerb eines Überblicks in den Bereichen Literatur, Philosophie und Religion, Kultur und Gesellschaft, Geschichte und Kunst Südasiens und Tibets, sowie die Aneignung spezifischen Fachwissens in diesen Bereichen, zusammen mit der Kenntnis der in ihnen zur Anwendung kommenden Methoden und theoretischen Ansätze.

Im Rahmen der BeSt 2021 sollen die Inhalte und der Aufbau des Bachelorstudiums „Sprachen und Kulturen Südasiens und Tibets“ vorgestellt werden. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu Erläuterungen zum Studium im Q & A-Format.

 

Vortrag 6:

Digitalisierung und Globale Vernetzung: Fankulturen und Pandemie

Datum:             Sonntag, 7. März 2021
Uhrzeit:            15:30 – 16:30
Ort:                 Vortragsraum der Universität Wien

Mag. Dr. Bernhard Fuchs, Institut für Europäische Ethnologie, Universität Wien

Abstract:

Die Europäische Ethnologie erforscht Alltagsphänomene in europäischen Kontexten, im Zeitalter der Globalisierung jedenfalls auch in weltweiten Zusammenhängen.  Die gegenwärtige, durch die Pandemie hervorgerufene, Krise verdeutlicht Regelmäßigkeiten des Alltags gerade dadurch, dass die gewohnte Ordnung vorübergehend außer Kraft gesetzt ist. Globalisierung und Digitalisierung dominieren die aktuellen Transformationen. Ausgehend von der Corona-Krise erörtert der Vortrag Untersuchungen zur populären Unterhaltung (als einem exemplarischen Feld der Europäischen Ethnologie) und analysiert wie Fankulturen in online Netzwerken globale Performanzen inszenieren z.B. in einem „Internationalen Bollywood Flashmob“. Auch hier begegnet die populäre Verwendung des Begriffs „viral“, aber als „harmloser Spaßfaktor“.  Im Kontext des Entertainments werden kommunikative Kompetenzen erprobt und angeeignet, die in der Krise essentiell werden. Worin liegt die politische Signifikanz vermeintlich banaler Fan-Aktivitäten?

Angebot BeSt digital

Vorträge und Schnuppervorlesungen warten ebenso auf Sie wie Chatrooms, in denen wir bemüht sind, Ihre Fragen und Anliegen kompetent zu beantworten!